0,02 Liter Sprit pro 100 Kilometer

Grazer Studenten belegten mit dem Spritsparfahrzeug "Fennek" den 15. Rang beim "Shell Eco-Marathon".

Liter Sprit Kilometer
Liter Sprit Kilometer
(c) BilderBox.com

Der „Fennek“ hat sich sehr gut geschlagen: Unter 213 Teilnehmern belegte das Grazer Energiesparauto beim „Shell Eco-Marathon“ den ausgezeichneten 15. Rang. Das Ziel bei diesem Wettbewerb, der vergangenes Wochenende am Lausitz-Ring abgehalten wurde, war es, mit einem Liter Benzin (oder einem anderen Treibstoff mit demselben Energieinhalt) möglichst weit zu kommen. Das 30-köpfige Grazer Studententeam, das den „Fennek“ konstruiert hatte, wollte zumindest 1000 Kilometer schaffen– geworden sind es imposante 1773,26 Kilometer. Das entspricht einem Durchschnittsverbrauch von 0,056 Liter je 100 Kilometer!

Der „Fennek“ ist ein dreirädriges Fahrzeug, das 2,85 Meter lang, 65 Zentimeter breit und 80 Zentimeter hoch ist. Die Form wurde in Strömungssimulationen nachgeamt, angetrieben wird es durch eine Kombination von Brennstoffzelle und Elektromotor, der Energieträger ist Wasserstoff.

Weniger Glück wie das Grazer „Team Eco-racing Austria“ der TU Graz (kurz: Tera-TU Graz) hatten Schüler der HTL Salzburg, die ihre Konstruktion „Fichtenelch“ ins Rennen geschickt hatten: Bei den widrigen Witterungsbedingungen – Sturm und starker Regen – versagte die Elektronik am Fahrzeug.

So gut der Grazer „Fennek“ auch abschnitt: Mit dem Sieg hatte er nichts zu tun. Der erste Platz ging an Studenten des Polytech' Nates, deren Bolide sagenhafte 4896,1 Kilometer mit der Energie von einem Liter Benzin zurücklegte. Das macht fast genau 0,02 Liter pro 100 Kilometer. Diese hocheffizienten Fahrzeuge sind freilich allesamt Prototypen. Doch in einer eigenen Kategorie „UrbanConcept“ gingen auch straßentaugliche Fahrzeuge an den Start. Der Sieger brachte es auf 747,2 Kilometer – also 0,13 Liter Sprit je 100 Kilometer. Auch das ist also technisch möglich – wenn man nur will.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.05.2010)

Kommentar zu Artikel:

0,02 Liter Sprit pro 100 Kilometer

Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.

Meistgelesen