Immundefekt oft unerkannt

80.000 Österreicher müsste es rein statistisch betreffen.

„Wir wissen aus internationalen Studien, dass circa ein Prozent der Bevölkerung von angeborener Immunschwäche betroffen sind“, so Martha Eibl von der Wiener Immunologischen Tagesklinik. Das entspricht etwa 80.000 Menschen in Österreich. Doch bei nur wenigen der Betroffenen sei der Defekt korrekt festgestellt worden. Viele würden falsch diagnostiziert und therapiert, mahnt die Medizinerin. Eine exakte Diagnose erfordere sehr spezielles Fachwissen, denn viele der Erbkrankheiten unterscheiden sich grundlegend voneinander. Seit 15 Jahren engagiert sich die Tagesklinik für die Verbesserung der Situation von Menschen mit Immunschwäche. Ihre Wissenschaftler sind auch an internationalen Projekten beteiligt und haben dazu beigetragen, dass die WHO inzwischen mehr als 350 erbliche Immunschwächen klassifiziert – vor wenigen Jahren waren es nur zwei. (APA/däu)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2019)

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