Forschen für ein rundum smartes Haus

FH Technikum Wien stellte neuen Testwohnraum vor.

Symbolbild.
Symbolbild.
Symbolbild. – (c) imago images / Westend61 (Steve Brookland)

Ältere oder körperlich eingeschränkte Menschen können sich in ihrem Alltag zunehmend durch technische Lösungen unterstützen lassen. Das ermöglicht vielen ein autonomes und sicheres Leben in den eigenen vier Wänden. Anfang dieser Woche wurde an der Fachhochschule (FH) Technikum Wien nun ein mit solchen sogenannten assistiven Technologien voll ausgestatteter Wohnraum präsentiert.

„Seit mehr als zehn Jahren forschen wir dazu und versuchen, Technik für den Menschen einzusetzen, um so insbesondere ältere Menschen, aber auch Menschen mit Behinderung zu unterstützen“, sagt Friedrich Praus, Leiter des Studiengangs Smarthomes und assistive Technologien an der FH. In einem weiteren Schritt sollen die technischen Hilfsmittel mit Smarthome-Lösungen kombiniert werden. Dafür wurde ein authentischer Wohnraum mit Küche, Wohnzimmer, Schlafzimmer und Badezimmer nachgebaut.

 

Intelligenter Bettvorleger

So befindet sich etwa vor dem Bett eine Matte, die der Sturzprävention dient. Ein integrierter Sensor erkennt, wenn eine Person aus dem Bett darauftritt, worauf das Licht angeht. In der Küche ist ein Präsenzmelder aktiv, der den Herd nach einer bestimmten Zeit ausschaltet, wenn keine Person anwesend ist. Wie in einem Badezimmer die versperrte Türe automatisch aufginge, falls eine Person in der Dusche ausrutscht, soll als Nächstes untersucht werden.

Die FH-Forscher arbeiten auch an alternativen Eingabetechnologien für Menschen mit starken motorischen Beeinträchtigungen. Ein dabei entwickeltes Tool ist die Flip Mouse, mit der Menschen mit Querschnittlähmung den Computer mit den Lippen oder minimalen Fingerbewegungen bedienen können. (APA/cog)

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.08.2019)

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