Als die Federn kamen

Wann, wozu und wie sich die ersten Häute mit Gefieder bedeckten, ist wenig klar, feststeht, dass die Erfindung lang vor den Vögeln gemacht wurde.

Uns dienen sie als Schmuck und Signal, diese Funktion haben die Federn auch schon früher gehabt.
Uns dienen sie als Schmuck und Signal, diese Funktion haben die Federn auch schon früher gehabt.
Uns dienen sie als Schmuck und Signal, diese Funktion haben die Federn auch schon früher gehabt. – Darryl Dyck / AP / picturedesk.com

Welche Farbe hatte das Federkleid des ersten Wirbeltiers, das sich in die Lüfte erhob? Welches Tier war das und wann schwang es sich hoch? Lang setzte man auf Archaeopteryx, den Urvogel, der vor 150 Millionen Jahren im bayrischen Solnhofen, damals einer Küstenregion, Fossilien hinterlassen hatte. Aber dann kamen Funde aus Ljaoning in China, die Federn auch an den Ahnen der Vögel zeigten, den Theropoden bzw. ihren Mitgliedern, Maniraptoren, Sinosauropteryx etwa. Und dann, 2008, kam Jakob Vinther (Bristol), der an ganz anderen Fossilien, denen von 300 Millionen Jahre alten Tintenfischen Erhellendes entdeckte, Melanosome. Die produzieren Pigmente, je nach Farbe haben sie eine andere Form, aus der lässt sich die Farbe lesen, auch wenn sie längst verblichen ist (Biology Letters 4, S. 522).

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.09.2019)

Meistgekauft
    Meistgelesen