Kaisergruft und Klostersuppe

Der Gegensatz zwischen der Machtfülle der Habsburger und der Armut des Bettelordens der Kapuziner wirft Fragen auf.

Die Kapuzinergruft vereint die Ambivalenzen rund um die Habsburger und den franziskanischen Bettelorden.
Die Kapuzinergruft vereint die Ambivalenzen rund um die Habsburger und den franziskanischen Bettelorden.
Die Kapuzinergruft vereint die Ambivalenzen rund um die Habsburger und den franziskanischen Bettelorden. – JOE KLAMAR / AFP / picturedesk

Warum entschied sich Kaiserin Anna kurz vor ihrem Tod 1618 dafür, die Gruft für sich und Kaiser Matthias ausgerechnet in die Obhut der Bettelmönche des Kapuzinerordens zu geben? „Das ist ein nicht ganz aufgelöster Widerspruch“, sagt Herbert Karner, Kunsthistoriker an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). „Ein wesentliches Momentum war, dass Kaiserin Anna aus Innsbruck kam und dort religiös in einem Naheverhältnis zu Kapuzinern aufgewachsen ist“, vermutet er.

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.09.2019)

Meistgekauft
    Meistgelesen