FORSCHUNGSFRAGE

Wo wachsen Pilze – und warum?

Pilze nehmen über feine Fäden im Boden Stickstoff und Phosphor auf. Sie tauschen die Nährstoffe gegen den von Bäumen produzierten Zucker.

Rund die Hälfte der untersuchten Pilze konnten mit verschiedenen Bäumen eine Partnerschaft eingehen.
Rund die Hälfte der untersuchten Pilze konnten mit verschiedenen Bäumen eine Partnerschaft eingehen.
Rund die Hälfte der untersuchten Pilze konnten mit verschiedenen Bäumen eine Partnerschaft eingehen. – Die Presse/Clemens Fabry

Es klingt nach der perfekten Partnerschaft. Jeder gibt dem anderen, was er braucht – und das über einen sehr langen Zeitraum hinweg. Unter der Erde umschlingt das riesige Wurzelnetzwerk sogenannter Mykorrhizapilze – dazu zählen wohlschmeckende Steinpilze und Eierschwammerln genauso wie giftige Fliegen- oder Knollenblätterpilze – die Wurzeln der Bäume. Über das feine Fadengeflecht geben die Pilze aus dem Boden gewonnene Nährstoffe wie Stickstoff und Phosphor an den Baum ab, der sich mit über Fotosynthese gewonnenen Zucker revanchiert. Die Pilze brauchen also die Bäume und die Bäume die Pilze.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.06.2018)

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