Leistbares Wohnen: So geht's!

In Zeiten von schwindenden Flächen ist leistbares Wohnen eine besondere städtebauliche Herausforderung. Klagenfurt zeigt, wie es gelingen kann – 2018 gab es dafür den Landesbaupreis.

Bietet den Bewohnern Erkennungswert und Identifikation mit ihrem neuen Zuhause:  Wohnhausanlage an der Glan in Klagenfurt, verantwortet von Eva Rubin.
Bietet den Bewohnern Erkennungswert und Identifikation mit ihrem neuen Zuhause:  Wohnhausanlage an der Glan in Klagenfurt, verantwortet von Eva Rubin.
Bietet den Bewohnern Erkennungswert und Identifikation mit ihrem neuen Zuhause: Wohnhausanlage an der Glan in Klagenfurt, verantwortet von Eva Rubin. – (c) Jürgen Wirnsberger

Im Jahr 2050 werden zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten wohnen, und schon jetzt gibt es in wachsenden Agglomerationen einen enormen Bedarf an Wohnraum. Bei einer internationalen Konferenz über Soziales Wohnen im Dezember 2018 in Wien fielen bemerkenswerte Sätze zum Thema: „Wir können Wohnen nicht dem Markt überlassen.“ Und: „Selten kommen Interessensgegensätze so deutlich zum Vorschein wie in der Wohnbaupolitik.“

Michael Ludwig, der sie formulierte, war einst Wohnbaustadtrat. Wiens Bürgermeister wusste genau, wovon er sprach, als er betonte, dass das Wohnen aus der neoliberalen Entwicklung herausgenommen werden muss, weil die Privatisierung des Wohnungsmarkts den Kommunen die Möglichkeit nimmt, regulierend einzugreifen. Leistbaren Wohnraum zu schaffen ist eine Herausforderung, in der es um weit mehr geht, als geförderte Wohnungen für sozial Schwache bereitzustellen. Ureigenste Charakteristiken der Stadt sind Diversität und Vielfalt. Will man sie steuern, muss Durchmischung jeden neuen Siedlungsraum prägen. Damit Gemeinschaft gelingt und hohe Akzeptanz erhält, braucht es bauliche Voraussetzungen, aber auch programmatische soziokulturelle Unterstützung.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.01.2019)

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