Gab es da was?

Wien und das Bauhaus: Die Verbindungen sind eher lose. Doch auf dem Gebiet des Wohnbaus gibt es einige sichtbare Spuren: Carl Auböck, Anton Brenner – und Marcel Breuer. Aus Anlass der Breuer-Ausstellung im Hofmobiliendepot: ein Überblick.

Es war, so sagte Marcel Breuer später, die unglücklichste Zeit seines Lebens. Die Rede war von der kurzen Zeitspanne (nach eigenen Angaben: einigen Stunden), die der aus dem südungarischen Pécs stammende Maturant dank eines Stipendiums an der Wiener Kunstakademie verbrachte. Breuer hielt es danach immerhin einige Wochen im Büro des Architekten Hans Bolek aus. Letztlich konnte den ehrgeizigen Breuer die Formensprache des Josef-Hoffmann-Schülers aber nicht fesseln. Zu sehr lockte das 1919 in Weimar gegründete Bauhaus.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.03.2011)

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