Italien in Kagran

Nennen wir es „Kagraner Mischung“: eine Wohnanlage, die den Donaustädter Stadtteil neu interpretiert, aber auch zeigt, dass überzogene Wohnvorstellungen passé sind.

Neue Stadtquartiere, man weiß es aus jahrzehntelanger Erfahrung, sind immer mit Skepsis zu betrachten. Denn die Verwertungsinteressen und die potenziellen städtebaulichen-architektonischen Ambitionen lassen sich selten zur Deckung bringen. Doch: Wenn man schon einen so privilegierten Standort zur Verfügung hat, wie das zwischen Wagramer Straße und Doningasse in Kagran der Fall ist, dann wissen heute selbst die Bauträger, dass man nicht einfach mit 08/15-Lösungen daherkommen kann. Also hat man in die Bebauung der ehemaligen LGV-Frischgemüse-Gründe, neben der U-Bahn-Station Kagraner Platz, qualitative Ansprüche investiert.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 22.10.2011)

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