Der Kaiser ist nackt – und niemand sieht's

Ingo Schulze erklärt märchenhaft Europa. Eine Entlarvung.

Was nützt der schönste Kapitalismus, wenn die Freiheit, die versprochene, nur in einer freien Wahl der Produkte besteht, die man kaufen kann?“ So fragt die ehemalige DDR-Dissidentin Sibylle Berg in ihrem neuen Roman „Vielen Dank für das Leben“. Das könnte als Motto für die Rede „Unsere schönen neuen Kleider“ des ehemaligen DDR-Bürgers Ingo Schulze dienen. Sein Plädoyer für „demokratiekonforme Märkte“ anstatt der „marktkonformen Demokratie“, wie Angela Merkel den Status quo auf den Begriff brachte, ist der Versuch einer literarischen Erklärung dafür, warum wir uns diese Pseudofreiheit gefallen lassen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 18.08.2012)

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