Mischa blickt weit zurück

„Zehntelbrüder“: Ruth Cerha beschreibt eine Patchwork-Welt. Ruth Cerhas zweiter Roman ist keine schwere Kost und schwingt sich dennoch behände über die Seichtigkeit des Genres.

Die Beziehung des 24-jährigen Mischa wackelt. Seine Freundin will ihn nach zwei Jahren endlich ihren Eltern vorstellen, und er versucht, sich davor drücken, weil er befürchtet, über Dinge befragt zu werden, die er selbst nicht so genau erklären kann: etwa über seine beruflichen Perspektiven. Oder seine Familienverhältnisse – diese nämlich können mit dem Begriff „Patchwork“ nur unzureichend umrissen werden.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.12.2012)

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