Einer von uns

An seiner Größe wird diese Veröffentlichung ebenso wenig etwas ändern wie an seiner Erbärmlichkeit: Martin Heideggers „Schwarze Hefte“ und das schmutzige Erbe unserer Kultur.

Selten ist eine Publikation Monate vor ihrem Erscheinen derart in Grund und Boden rezensiert worden, wie es den Bänden 94 bis 96 der gesammelten Werke Martin Heideggers widerfuhr. Denn der große Philosoph, zugleich erster Nazirektor (Universität Freiburg, 1933–34), glaubte zwar nicht akkurat an die „jüdische Weltverschwörung“, doch immerhin daran, dass es „eine gefährliche internationale Verbindung der Juden“ gäbe. Dies hatte der Psychiater und Philosoph Karl Jaspers berichtet, und nun soll es sich aus den „Schwarzen Heften“ beweisen lassen, den Denktagebüchern Heideggers, die von Anfang der Dreißiger- bis in die Siebzigerjahre reichen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 01.03.2014)

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