Cool und unendlich jung

Er war die schillerndste Figur der „Wiener Gruppe“: Konrad Bayer, der Dandy der österreichischen Literatur. Vor 50 Jahren nahm er sich das Leben. Aus diesem Anlass erscheint sein Montageroman „der kopf des vitus bering“ in der „Reihe Österreichs Eigensinn“.

Konrad Bayer, das ist so etwas wie die ewige Jugend der österreichischen Avantgarde. Am 10.Oktober 1964, also ziemlich exakt vor 50 Jahren, beging der damals erst 32-jährige Autor in Wien Selbstmord. Manche seiner Freunde behaupten, dass auch noch dieses tragische Ende zu den Experimenten gehört, die der Dandy mit sich und seinem sozialen Umfeld getrieben hat. Die Frage, ob er, der sich in die Wohnung einer Freundin zurückgezogen und dort das Stadtgas aufgedreht hat, früh genug gefunden wird, hat an jenem Abend eine klare Antwort erhalten. Als man den Dichter in der Küche ausgestreckt auf einem Notbett liegend fand, war es für Rettungsmaßnahmen zu spät.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 13.09.2014)

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