Hunger und Blutdurst

Wie eine spannende Fiktion liest sich John Leakes penible Dokumentation über JackUnterweger, der (mindestens) zehn Frauen ermordet hat. Vom Modellfall des sozialen Strafvollzugs zum Klassiker heimischer Sexualverbrecher.

Neben dem „Neujahrskonzert“ und dem „Herrn Karl“ wurde Österreich unter anderem auch durch den Fall der acht Jahre gefangen gehaltenen Natascha Kampusch weltberühmt. Noch berühmter womöglich durch den Fall Elisabeth F., die von ihrem Vater über 21 Jahre im Keller seines Hauses ein-gesperrt und wiederholt geschwängert wurde. Und jetzt liegt – wie zur Bekräftigung dieses nationalen Charakteristikums – auch John Leakes Buch, „Der Mann aus dem Fegefeuer. Das Doppelleben des Jack Unterweger“, in der präzisen Übersetzung von Clemens J. Setz, vor.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.09.2008)

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