Undine in der Kirche

Marlen Schachinger fabuliert, lügt das Blaue vom Himmel herunter, mischt Realität mit Irrealität und hat keine Scheu vor ungeheuerlichen Behauptungen: „Albors Asche“, ein parabelhaftes Märchen im Horrorgewand.

Marlen Schachinger schüttelt in „Albors Asche“ den Undinen-Stoff kräftig durch und zeichnet eine Diktatur von Bürgermeistern: ein parabelhaftes Märchen im Horrorgewand. In ihrem Institut für Narrative Kunst im niederösterreichischen Land um Laa hält Marlen Schachinger leidenschaftliche Plädoyers für ein hemmungsloses Fabulieren, die Studenten sollen „das Blaue vom Himmel herunterlügen“ und „dem Wahnsinn des Alltags sprachlich ein Schnippchen schlagen“. Die sanften Hügel des Weinviertels sind ja dafür bekannt, sagenhafte Wortfelder hervorzubringen, die nur noch bestellt werden müssen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.02.2015)

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