Priester in Not

Nachricht von einer Premiere: der erste Roman aus Äquatorialguinea in deutscher Übersetzung. Lapidar, mit feiner Ironie erzählt: „Ein guter Fang“ von Joaquín Mbomío Bacheng.

Es gibt literarische Werke, für deren Beurteilung Kriterien wie Schönheit, Spannung, Würde zweitrangig sind. Wichtiger ist, dass sie überhaupt gelesen werden können. Zum Beispiel Joaquín Mbomío Bachengs Roman „Ein guter Fang“, mit dem ein Stück Literatur aus Äquatorialguinea zum ersten Mal in deutscher Übersetzung vorliegt. Ermöglicht wurde diese Jahrhundertpremiere durch den Enthusiasmus zweier Österreicher,Max Doppelbauer und Mischa G. Hendel, die seit sechs Jahren äquatorialguineische Schriftsteller zu Vorträgen und Diskussionen an die Universität Wien einladen. Als SpiritusRector war Mbomío von Anfang an dabei; sicher ist es auch seiner sanften, zugleich beharrlichen Wesensart zu verdanken, dass die Veranstaltungsreihe immer mehr Leute für die Kultur eines Landes gewonnen hat, dessen Existenz ihnen unbekannt war.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.09.2017)

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