Sucht nach zweitem Körper

Herausfordernd, eindringlich, überzeugend: Olga Flors Roman „Klartraum“ beschreibt den Entwurf einer unbeschränkten Liebe, einer zu Bruch gegangenen Leidenschaft in einem furiosen Aufschrei.

Banaler geht es kaum: Da gehen zwei Menschen eine Affäre ein, zwei Menschen, die anderweitig gebunden sind, Kinder haben und dennoch nicht von dem lassen können, was man zu Theodor Fontanes Zeiten einen „Schritt vom Wege“ genannt hätte. Das währt eine Weile, bis es schiefgeht und der Mann zu seinem alten, vertrauten Leben zurückkehrt, die Geliebte zurücklässt. So weit, so oft erzählt, so vorhersehbar in seinen Begleiterscheinungen und Folgen.

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.10.2017)

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