Tschernobyl des christlichen Antisemitismus

„Jesus und Judas“: Für Amos Oz passt die Judasgeschichte nicht in die Evangelien.

Das Spannungsfeld „Jesus und Judas“ hat schon viele große Geister beschäftigt. Auf der einen Seite die Lichtgestalt, der Messias, auf der anderen der Apostel, der ihn verrät – für 30 Silberlinge oder circa 600 Euro, wie der große israelische Schriftsteller Amos Oz in dem schmalen Bändchen „Jesus und Judas“ schreibt. Für Oz ist die Judasgeschichte das „Tschernobyl des christlichen Antisemitismus“, er hält sie für „schlecht geschrieben, abstoßend und für die Evangelien keineswegs zwingend nötig“.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 31.03.2018)

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