Born as a son

Im eigenen Leben, das belegt Tilmann Lahmes fulminante Biografie eindrucksvoll, kam Golo Mann nie richtig an. Er stand nicht nur anderen, sondern immer wieder auch sich selbst im Weg. Eine „provisorische Existenz“.

Golo Mann was born as a ,son‘; did not like it; could not help it.“ So beginnt eine autobiografische Skizze von Golo Mann (1909 bis 1994), die sich in seinem Nachlass im Schweizerischen Literaturarchiv in Bern befindet. Golo (eigentlich Angelus Gottfried Thomas) war das dritte der sechs Kinder von Katja und Thomas Mann. Wie für seine beiden älteren und von den Eltern sehr geförderten Geschwister Klaus und Erika erwies sich auch für den in der Diktion seiner Mutter „eigensinnigen“ und „hässlichen“ Golo diese Herkunft als schicksalhaft. Er profitierte davon und litt daran.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.03.2010)

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