Was ich lese: Heinz Fischer

Meine derzeitige Lektüre ist stark beeinflusst vom 100. Geburtstag der Republik und vom 80. Jahrestag der Tragödie des „Anschlusses“ an Hitlerdeutschland.

Meine derzeitige Lektüre ist stark beeinflusst vom 100. Geburtstag der Republik und vom 80. Jahrestag der Tragödie des „Anschlusses“ an Hitlerdeutschland. Mit großem Interesse habe ich natürlich die einzelnen Beiträge in dem Buch „100 Jahre Republik – Meilensteine und Wendepunkte in Österreich 1918 bis 2018“ (Czernin Verlag) gelesen.

Ein erschütterndes, zu 1938 passendes Buch ist das von den bekannten Wissenschaftlerinnen Gertrude Enderle-Burcel und Ilse Reiter-Zatloukal erschienene, mehr als 1000 Seiten umfassende Werk über „Antisemitismus in Österreich 1933 bis 1938“ (Böhlau Verlag).

Zwei weitere fesselnde Lieblingsbücher sind Herbert Lackners Buch „Die Flucht der Dichter und Denker“ (Ueberreuther Verlag), in dem sehr präzise und einfühlsam beschrieben wird, was Flucht und EMIGRATION – fern von populistischen Schlagworten – tatsächlich bedeutet, sowie der faszinierende Roman „Der Trafikant“ von Robert Seethaler (Kein & Aber Verlag) mit vielen Bezügen zu der brutalen und inhumanen Realität vor 80 Jahren.

Wenn ich den mir gesetzten Rahmen von drei oder vier Büchern überschreiten darf, dann möchte ich noch Ursula Krechels Roman mit dem Titel „Schanghai fern von wo“ (btb) hinzufügen. Der Name des Schauspielers Otto Tausig, der sich auch sehr für Flüchtlinge eingesetzt hat, ist vielen von uns bekannt. In diesem Buch geht es um das Schicksal seiner Eltern, die auf der Flucht vor den Nazis in Schanghai hängen geblieben sind und sich dort nur dank der Lebenstüchtigkeit seiner Mutter über Wasser halten konnten.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.11.2018)

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