Machtgeile Mitmacher?

Eine Abrechnung mit der De-generation des Journalismus.

Tom Schimmeck ist freier Journalist und ein schriftstellerisches Unikum. Er kämpft für den Qualitätsjournalismus alter Schule und schreibt deshalb ein schwarzes Buch über den Untergang desselben: Trostlosigkeit und Kulturverfall in geschliffener Sprache. Im Reportagestil handelt er vor allem die deutsche Medienszene ab, die im Berliner Regierungsviertel kulminiert. Die Beobachtungen sind treffend und schmerzen. „Journalist – das ist mittlerweile ohnedies ein recht hochtrabender Begriff für jene Kräfte an den medialen Fließbändern, die der moderne Verlagsmanager vor Augen hat. „Contentakkordarbeiter“ oder „Verfüllungsgehilfe“ wäre passender.“

("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.04.2010)

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