Geniali Leopoldi

237 Lieder, die Präziseres über Österreich und den österreichischen Menschen erzählen als Bibliotheken von Sozialstudien: Das Werk des großen Hermann Leopoldi liegt endlich gesammelt vor. „Leopoldiana“: eine Liebeserklärung.

Seine Melodien leben manchmal mehr im Gedächtnis breitester Hörerkreise als diejenigen Mozarts. Er ist noch ein Schlagerverfasser im besten Wortsinn gewesen. Mit ihm geht man allemal frech-verschämt gemeinsam auf eine Überlandpartie, hutscht auf dem schönen Ringelspiel, bekennt sich als stiller Zecher mit Wohnsitz in einem kleinen Café in Hernals, dort Powidltatschkerln verspeisend, oder fordert überhaupt sein Schnucki auf, nach Kentucky zu fahren und dort in der Bar „Old Shatterhand“ eine Indianerband spielen zu hören, danach aber in die Pampas auf a Flaschn Schampas auszuweichen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 06.08.2011)

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