„Ewig dein ewig mein ewig unß“

Erst die Anrede: „Mein Engel, mein alles, mein Ich.“ Und dann geht es los. Vor 200 Jahren schrieb Ludwig van Beethoven seinen Brief an die „Unsterbliche Geliebte“. Wer damit gemeint war, weiß niemand. Umso eifriger wird darüber spekuliert.

Es passierte vor 200 Jahren. Sommer 1812 (das kann man aus den Papierwasserzeichen schließen), ein Brief. In der Früh begonnen, abends weiter dran geschrieben, am nächsten Tag („im Bette“) fertiggestellt – und sie wurde damit unsterblich gemacht. Nach des Schreibers Tod geistert sie als Briefinhalt herum, bis heute; und seit damals drückt sie auf die Tränendrüsen, macht den Titanen angeblich menschlich, bereitet der Wissenschaft manches Ärgernis und entzieht sich, ein wenig kokett und zugleich etwas naiv, weiterhin den Realvorstellungen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 21.07.2012)

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