Wie überflüssig sind Sie?

Auf wen können wir verzichten? Geradezu eine unverschämte Frage, ich weiß. Überflüssig sind immer nur die anderen. Über Markt und Müll.

Wie überflüssig sind Sie?
Wie überflüssig sind Sie?
Wie überflüssig sind Sie? – Bilderbox

Sind Sie überflüssig? Natürlich nicht. Ihre Kinder? Nein, keineswegs. Ihre Verwandten, Ihre Freunde? Geradezu eine unverschämte Frage, ich weiß. Ehrlich gesagt, empfinde ich mich selbst auch nicht als überflüssig. Wer tut das schon? Und doch gelten viele Menschen auf Erden als überflüssig, aus Sicht der neoliberalen Ökonomen und global agierenden Eliten. Wer nichts produziert und – schlimmer noch – nichts konsumiert, existiert gemäß den volkswirtschaftlichen Bilanzen nicht. Wer kein Eigentum sein Eigen nennt, ist kein vollwertiger Bürger. Der Subsistenzbauer gilt als Anachronismus, als Bremse der entfesselten Entwicklung, weswegen er enteignet und vertrieben wird. Der Langzeitarbeitslose gilt als Belastung der Gesellschaft, weswegen er erniedrigt und schikaniert wird.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.03.2013)

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