Im Kältefieber

Vor 80 Jahren: der Schutzbundaufstand im Februar 1934. Eine Sichtung von Augenzeugenberichten und literarischen Darstellungen. Voller Überraschungen – und unverzichtbar, weil die Nachfolgepartei der damaligen Sozialdemokratie ihr Erbe abgestoßen hat, in einem jahrzehntelangen Prozess politischer Entmündigung.

Gefangen genommene Schutzbundangehörige
Gefangen genommene Schutzbundangehörige
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Dem Historiker Hans Hautmann zufolge nimmt der Februaraufstand 1934 in der Geschichte der Klassenkämpfe einen besonderen Platz deshalb ein, weil er in der denkbar schärfsten Form, als Bürgerkrieg, ausgetragen wurde. „Und das ausgerechnet bei uns, in einem Land, das das Image hat, dass sich hier die politischen Auseinandersetzungen grundsätzlich in friedlichen, auf Kompromiss ausgerichteten, konsensgeprägten, sozialpartnerschaftlichen, gemütlichen Formen abspielen.“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.01.2014)

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