„Kleines Elend“, große Lügen

100 Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs lesen wir tiefgründige Psychogramme der Feldherren, wir spielen im Sandkasten der Geschichte Schlachten nach. Eines aber vergessen wir: Vieles von dem, was wir zu Gesicht bekommen, ist durch die Mühlen von Propaganda und Zensur gegangen. Wie 1914 der Propagandakrieg begann.

Der 1. Weltkrieg (1) - Kaiser Franz Joseph und der 1. Weltkrieg
Der 1. Weltkrieg (1) - Kaiser Franz Joseph und der 1. Weltkrieg
Der 1. Weltkrieg (1) - Kaiser Franz Joseph und der 1. Weltkrieg – (c) ORF (Önb)

Der Kriegsberichterstatter kam auf Urlaub.“ So beginnt Alfred Polgar während des Ersten Weltkriegs ein kurzes Feuilleton über den Journalisten im Dienste des Krieges. „Er trug einen fabelhaften Pelz. Zwei Revolver lasteten in zwei lichtgelben, ledernen, knirschenden Revolvertaschen, ein Dolchmesser mit Emailgriff und eingeschnittenem Monogramm stak im Gürtel, an den hohen juchtenen Stiefeln sangen Silbersporen martialische Lieder.“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.04.2014)

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