Wien– New York, retour

Ihr Name stand für Nachkriegs- optimismus, die Träume von Freiheit, Jugendlichkeit, begleitet von einem Hauch Erotik: Elly Niebuhr – Modefotografin, Kommunistin, Jüdin aus Wien. Begegnung mit einer Vergessenen.

Wir sitzen seit über einer Stunde auf dem Balkon und plaudern. Plötzlich blickt mich Elly Niebuhr an und sagt: „Hübsches Gesicht. Sie haben ein hübsches Gesicht.“ Kurzes Schweigen. Dann ergänzt sie, wie zur Erklärung: „Als Fotografin brauchst du einen guten Blick. Ich war es gewohnt, den Leuten in die Augen zu schauen. Und ich war es gewohnt, angeschaut zu werden. Schon damals in Amerika.“ Damals, das war die Zeit, als Elly jung war, als sie in New York als Porträtfotografin angefangen hatte, während des Zweiten Weltkriegs.

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