„Geehrter Herr Geheimer Rath“

Die Erinnerung an Ulrike von Levetzow ist fixer Bestandteil der Familiengeschichte meiner Mutter. Auch ich, laut Taufschein Ulrike Amélie, bin damit aufgewachsen. Die letzte Liebe Goethes: was nicht bei Martin Walser steht.

Vor mir auf dem Tisch liegen verschiedene Gegenstände: ein Spitzentischtuch, das immer nur zu Geburtstagen verwendet wird, biedermeierliche Stickvorlagen mit Papageienmotiven, fein säuberlich aufgerolltes Chenillegarn, winziges gläsernes Puppengeschirr, ein Kerzenleuchter, eine silberne Nachtglocke, ein Foto mit eigenhändiger Unterschrift: „Zur freundlichen Erinnerung Ulrike von Levetzow“. Und als Prunkstück ein mit Perlmutt eingelegtes Nähzeug, ein Geschenk Goethes an Ulrike.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.07.2008)

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