Zeit für einen Aufstand

Der Verlust an stadtbildprägender Bausubstanz außerhalb der Altstadt geht dramatisch weiter, mag dies noch so eifrig schöngeredet werden. Struberkaserne, Riedenburghalle, Rauchmühle: wie man in Salzburg Tabula rasa macht.

Ab Ende der 1930er-Jahre, in der Zeit der NS-Diktatur, entstand in Salzburg-Maxglan die Struberkaserne mit der sogenannten Panzerhalle. Nach der Kasernenschließung konnte man das großzügige Hallenensemble und seine Holzkonstruktion bestaunen und sich wundern, dass es nicht geschützt ist: Die Nagelbinderkonstruktion verband minimalen Materialeinsatz mit hohen Spannweiten, war über die Landesgrenzen hinaus bau- und architekturhistorisch von großer Bedeutung.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 30.05.2015)

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