Ein Bahnhof ohne Züge

Ich bin früher gerne und oft in die Nationalbibliothek gegangen. Ich habe den Lesesaal geliebt. Nie quälte mich Zwielicht, es herrschte unbedingte Stille, das Personal kompetent und freundlich, die meisten Plätze besetzt mit lesenden Menschen. Was davon geblieben ist? Erregung eines Leidenden.

Natürlich werden vielleicht einige, Zeitgenossen und Zeitgenossinnen die Meinung vertreten, Bücher zu lesen sei ein alter Hut, Schnee von gestern, wozu Bücher sammeln und den an ihnen haftenden Staub einatmen, es gibt eh das Internet; Hauptsache es stehen ausreichend Anschlüsse für alle möglichen Formen tragbarer Computer zur Verfügung, für null Euro, bitte sehr.

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 25.07.2015)

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