Weil Warten zu wenig ist

Prekäre Arbeitsverhältnisse bis hinein in Ministerien. So viele Beschäftigte wie noch nie, aber allzu viele davon nur in Teilzeitjobs. Und demnächst womöglich Arbeitslosenzahlen jenseits der halben Million. Das Ende des Wohlfahrtsstaats: ein Menetekel.

Arbeitslose beim AMS
Arbeitslose beim AMS
Arbeitslose beim AMS – (c) Clemens Fabry

Machen S' Ihnen keine Sorgen um Ihre Pension. Wir haben Vollbeschäftigung, die Wirtschaft wachst durchschnittlich drei Prozent im Jahr und die Löhne werden nach der Benya-Formel erhöht. Da geht sich die Finanzierung alleweil aus.“ Ich hätte dem prominenten Gewerkschafter und hohen Funktionär in der Sozialversicherung nicht trauen dürfen, als er mir jungem Journalisten die sichere Zukunft des Wohlfahrtsstaates ausmalte. Damals, 1980, gab es tatsächlich bei 2,7 Millionen Arbeitnehmern, zu 90 Prozent in Vollzeit-Jobs, nur 55.000 Arbeitslose und damit eine Quote von rund zwei Prozent.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.10.2015)

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