Homesick for Vienna

Seine künstlerische Karriere begann er als Grafiker und Druckkünstler im Wien der 1920er-Jahre. 1930 schwenkte er zur Fotografie um, wurde zum international erfolgreichen Fotojournalisten – und musste nach dem „Anschluss“ flüchten. Robert Haas: Wiederentdeckung eines Vergessenen.

Der 9. Juni 2012 war ein warmer, sonniger Frühsommertag. Ich hatte in New York den Zug bestiegen und war den Hudson River entlang nordwärts gefahren. Mein Ziel war das kleine, eine Stunde von New York City entfernte Städtchen Ossining. Dort wurde ich von Miriam Haas und ihrem Mann Jon freundlich begrüßt. Wir stiegen ins Auto und fuhren los. Noch ahnte ich nicht, welche Schätze mich in ihrem Haus erwarteten. Oder doch, eine kleine Vorahnung hatte ich. Während meiner Recherchen zur Geschichte des österreichischen Fotojournalismus war ich immer wieder auf publizierte Bilder des Fotografen Robert Haas gestoßen. Miriam Haas ist seine Tochter. Ihr Vater gehörte, so viel war mir klar, zu den ganz großen österreichischen Fotojournalisten der Zwischenkriegszeit.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 19.11.2016)

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