Österreich suchen

„Der österreichische Mensch“, „österreichische Identität“, „Gedächtnisorte“: die Suche nach dem Eigenen in drei Schritten. Eine kleine Kulturgeschichte der Eigenart.

(c) APA (Ulrich Schnarr)

Im Vergleich zu anderen europäischen Staaten hat Österreich erst sehr spät damit begonnen, seine Kultur begrifflich zu erfassen. Vor 1914 beschäftigte sich niemand mit Erörterungen zum „Österreichertum“; mit Fragen wie: Was ist ein Österreicher? In welcher Hinsicht mag er sich von einem „Reichsdeutschen“ unterscheiden, von einem Tschechen, von einem Franzosen, von einem Italiener? Die Fürsprecher anderer Kulturnationen hatten längst begonnen, die Eigenschaften und die historische Entwicklung ihres jeweiligen Nationalstils zu kodifizieren – die „Deutschösterreicher“ blieben in ganz Europa das einzige staatstragende Volk, das diese Aufgabe vor 1914 nicht in Angriff nahm.

Das ist drin:

  • 0 Minuten
  • 0 Wörter
  • 1 Bild

Sie sind bereits Abonnent?

Klicken Sie hier, um sich einzuloggen

("Die Presse", Print-Ausgabe, 03.10.2009)

Meistgelesen