Kann denn Bauen Sünde sein?

Rathaus, Investor und beteiligte Architekten sehen das geplante Hochhaus im Unesco-geschützten Zentrum als Segen für Wien. Anderen gilt das Projekt als Höhepunkt dreister Immobilienspekulation, städtebaulicher Scharlatanerie und politischer Ungeniertheit.

Chance auf eine aufrichtige Planungskultur? Hotel Intercontinental (Archivbild)
Chance auf eine aufrichtige Planungskultur? Hotel Intercontinental (Archivbild)
Chance auf eine aufrichtige Planungskultur? Hotel Intercontinental (Archivbild) – Clemens Fabry / Die Presse

Der größte Feind des Weltkulturerbes in europäischen Städten sei die Geldgier, warnte Wiens Vizebürgermeisterin und Planungsstadträtin Maria Vassilakou – freilich noch bevor sie am Hochhausprojekt des Risikokapitalfonds-Managers Michael Tojner Gefallen fand. Dieser Satz ließe sich auf die gesamte Stadtentwicklung Wiens übertragen, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten unübersehbar und nicht zu ihrem Besten durch sogenannten Investorenstädtebau mitgeprägt wurde. Und zwar nicht gegen den Willen des Rathauses, sondern mit seiner tatkräftigen Unterstützung.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 14.01.2017)

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