Ohne Begehren kein Sehen: Der Fotokünstler Ben G. Fodor

Im Februar 1981 stand er allein auf dem Wiener Heldenplatz; ohne Deutschkenntnisse, mit 100 Schilling und einer Zahnbürste in der Tasche. Der aus Ungarn gebürtige Fotokünstler Ben G. Fodor und die kathartische Wirkung der Emigration.

Objekte so zu sehen, als hätte man sie noch nie gesehen, bedeutet, Unsichtbares wahrzunehmen“, schrieb Fodor vor zehn Jahren zu seinem ersten Bildband,„nooshpere“. Mit dem programmatischen Titel bezeichnet er den „geistigen Orbit“, eine utopische Sphäre des menschlichenDenkens, in der sich ein fremder Blick auf vermeintlich Vertrautes eröffnet. Das Buch war die erste Manifestation der Gedankenwelt, aus der sich die künstlerische Arbeit des gebürtigen Ungarn speist. Dass sein Instrument die Kamera ist, hatte er schon als Kind begriffen.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 20.05.2017)

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