Haus der Geschichte Österreichs: Begnadet für das Schiache?

Ich erlege wohlfeile acht Euro, spaziere in die würdigen Räume. Als staunender, wissbegieriger Besucher. Und finde mich in einer moralischen Anstalt wieder. „Haus der Geschichte Österreich“: Visite eines Skeptikers.

Das also ist die Bewohnerschaft eines Hauses der Geschichte Österreich?
Das also ist die Bewohnerschaft eines Hauses der Geschichte Österreich?
Das also ist die Bewohnerschaft eines Hauses der Geschichte Österreich? – (c) APA/ROBERT JAEGER (ROBERT JAEGER)

Zugegeben, es war nach den Querelen der vergangenen Jahre schon eine kleine Sensation, dass die angebliche Geschichte unseres Landes heute überhaupt gezeigt werden kann (oder soll). Sowieso nur eine aus den vergangenen 100 Jahren. Denn vorher gab es offenbar nichts, was als österreichisch bezeichnet werden kann . . . Allein: In keinem eigenen Haus wurde das möglich; nein, man situierte die Historie in der doch etwas belasteten Hofburg, also dort, wo Österreich eigentlich für die nächsten 1000 Jahre ausgelöscht worden ist. Und leider hat man sie, die Historie, dort platziert, wo man in der Wuchtigkeit des Baues eher abgeschreckt wird. Dort passiert es nun, wo man ehedem Völker erkundete und bis vor Kurzem das österreichische Weltkleinod der Instrumentensammlung begutachten konnte.

Schwamm drüber. Und hinein!

Ich erlegte wohlfeile acht Euro und spazierte in den ersten regulären Ausstellungstagen durch die würdigen Räume. Als staunender, wissbegieriger Besucher.

Das ist drin:

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 07.12.2018)

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