Erst der Hass, dann die Lager

Anna liest atemlos die Inschriften in den Räumen nahe der Gaskammer. Phillipp ist von den Baracken enttäuscht, weil sie so klinisch sauber gefegt sind. Berufsschüler aus Wien auf Besuch in der KZ-Gedenkstätte Mauthausen: eine Begegnung.

Es war ein Schultag wie jeder andere. Einmal wöchentlich müssen die Berufsschüler des Gast- und Hotelgewerbes in die Längenfeldgasse zum Unterricht. Doch heute versammelten sich die Lehrlinge kurz nach sieben Uhr früh nicht in der Klasse, sondern im Stiegenhaus. Ein schlichter, grellblauer Bus wartete auf die 22 Jugendlichen, um sie zur Gedenkstätte Mauthausen in Oberösterreichzu bringen. Der Schulbesuch ist Pflicht, die Fahrt ins ehemalige KZ nicht.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 10.04.2010)

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