Shopska, Ayran, Rasznici

Von dreisprachigen Ortsschildern, bewachten Klöstern und rechtsfreien Räumen. Und über die Aufbruchsstimmung und die Hoffnungen der Menschen auf die Europäische Union. Eine Reise in den Kosovo.

In welcher europäischen Stadt sind Verkehrsschilder oder Tafeln, die das Müllabladen verbieten, dreisprachig angeschrieben? Mir fällt keine ein. Im südlichen Österreich gelingt es nicht einmal überall zweisprachige Ortstafeln aufzustellen. Aber im südkosovarischen Prizren, im Grenzgebiet zu Albanien und Mazedonien, komme ich aus dem Staunen nicht heraus. Da steht es weiß auf blau in Albanisch, Serbisch und Türkisch: „Mos Hudh Mbeturina“ – „Ne Bacaj Smece“ – „Copleri Atmayiniz“, also die Aufforderung: „Wirf keinen Müll weg!“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.06.2010)

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