Warum wird das Papier nicht nass?

Die künftige Rolle Österreichs im globalen Wettbewerb entscheidet sich an vielen Schauplätzen. Über spielerisch-experimentelles Lernen mit der „Technik-Box“: Reportage aus einer oberösterreichischen Volksschulklasse.

Plötzlich wird es ganz leise in der Klasse. Die Kinder sind mit ihren Sesseln nach vorne, fast an die Tafel gerückt und sitzen in mühsam zurückgehaltener Spannung eng aneinandergedrängt. Die Frau Lehrerin hat auf einem Tisch ihr Experiment aufgebaut und beginnt mit der Show. Langsam zerknüllt sie ein Blatt Papier und steckt es in ein Trinkglas. Dann senkt sie dieses umgedreht, mit der offenen Seite nach unten, in ein mit Wasser gefülltes Aquarium. Als sie das Glas wieder heraushebt und den Papierknäuel herumreicht, wundern sich die Kinder, und schon steht die Frage an der Tafel: „Warum wird das Papier nicht nass?“ Jetzt müssen die kleinen Forscher – am Saisonende der ersten Klasse sind die meisten sieben Jahre alt – ihre Thesen entwickeln. „Wir haben solche Sätze schon gehabt“, fordert die Lehrerin. „Das Papier ist nicht nass, weil...“

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 28.05.2011)

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