Als ich meinen Namen vergaß

Bulgarien Mitte der Achtzigerjahre: Das Schiwkow-Regime lässt die türkische Minderheit „bulgarisieren“. Ferdie, 17 Jahre alt, leistet Widerstand – und kommt dafür ins Gefängnis. Bis heute steht sie auf der Seite der Verlierer.

Wer hat Ihnen von mir erzählt?“, fragt Ferdie bei der Begrüßung. „Salim Salimov“, antworte ich, „der mit ihnen auf der Anklagebank saß.“ Das beruhigt sie. Sie lächelt, ihre Gesichtszüge entspannen sich. Sie lädt mich in ihr Haus ein. Sie wohnt im Dorf Bojanbotevo. Ich weiß wenig über Ferdie Saidahmed. Davor habe ich nur mit Salim gesprochen. Ihre Geschichten sind miteinander verknüpft. Beide sind bulgarische Türken.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 11.06.2011)

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