Das Leben ist kein Roman

„Dein Name“: In diesem Roman reiht Navid Kermani alles anein- ander, was ihm begegnet, widerfährt, zustößt – ohne erkennbare tiefere Bedeutung. Vielleicht hofft er, dass sich aus all dem eine Art Lebenserzählung ergibt, in der wir ihm und im besten Fall auch uns selbst begegnen.

Man liest es nicht nur in der Zeitung, man sieht es auch: Die Menschen werden immer dicker. Aber nicht nur die Leser – die Bücher ebenso. Und nicht nur die Schinken, Schwarten und Schmonzetten der Unterhaltungsindustrie, auch die sogenannte gehobene Literatur macht's immer öfter nicht mehr unter einem Tausendseiter. Ob das ein Gewinn ist?

("Die Presse", Print-Ausgabe, 05.11.2011)

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