Seestadt Aspern: Utopia reloaded

Nichts weniger als eine „Stadt der Zukunft“ soll auf dem ehemaligen Asperner Flugfeld entstehen. Immerhin: Wien plant für die „Seestadt Aspern“ erstmals so, wie man seit Jahren generell hätte planen sollen. Offen ist freilich, was am Ende von den guten Vorsätzen übrig bleiben wird.

(c) FABRY Clemens

In amerikanischem Tempo war aus einer öden Heide, einem unergründlichen Staub- und Kotmeer, ein spiegelglattes planiertes, hart gewalztes Feld geworden. Man arbeitete sogar nachts und brachte innerhalb kürzester Zeit eines der schönsten Flugfelder der Welt zustande“, berichten historische Aufzeichnungen im Wiener Stadt- und Landesarchiv. Am 23.Juni 1912 war es so weit: Der Flughafen Wien-Aspern wurde als damals größtes und modernstes Aerodrom Europas mit der „1. Internationalen Flugwoche“ in Betrieb genommen. An jedem der acht Tage pilgerten knapp 100.000 Schaulustige nach Aspern, wo die nicht eben fortschrittsversessene Reichshaupt- und Residenzstadt wieder einmal den technologischen Anschluss an die führenden Nationen jener Zeit suchte.

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("Die Presse", Print-Ausgabe, 23.06.2012)

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