Schicklgruber beendet erneut Bundesliga-Karriere

Zweimal hat der Torwart schon vergeblich versucht, das Fußball-Oberhaus zu verlassen. Doch nun soll wirklich "endgültig Schluss" sein. Eventuell geht es für den 41-Jährigen etwas tiefer weiter.

Josef Schicklgruber
Josef Schicklgruber
(c) REUTERS (Robert Zolles)

Sind aller guten Dinge drei? Josef Schicklgruber beendet am Sonntag mit dem Match von Altach in Salzburg erneut seine Karriere. "Eigentlich bin ich ja schon zweimal zurückgetreten, aber jetzt ist endgültig Schluss", erklärte der 41-jährige Oberösterreicher am Mittwoch.

"Ich hatte eine wunderschöne Karriere, in der die Jahre bei Sturm Graz sicherlich herausragten", meinte Schicklgruber, der von 1999 bis 2001 bei den Grazern engagiert war und unter Coach Ivica Osim einmal Meister und einmal Cupsieger wurde sowie in der Champions League zum Einsatz kam. Einer der schwärzesten Momente für den 1,87 Meter großen Torwart war das Uefa Cup-Aus gegen den AC Parma 1999: Schicklgruber fing kurz vor Spielende einen Flankenball, landete aber hinter der Torlinie und mit ihm eventuell auch das Leder - auch TV-Bilder konnten das nicht sicher beweisen. Der Schiedsrichter hingegen legte sich auf Tor für Parma fest, Sturm verpasste den Aufstieg und Schicklgruber bekam den Spitznamen "Pannen-Pepi" verpasst.

Für dicke positive Schlagzeilen hatte Schicklgruber im Jahr 1994 gesorgt, als er im Tor des Lask 1241 Minuten ohne Gegentreffer blieb und damit maßgeblich am Aufstieg der Linzer ins Oberhaus mithalf.

Ebenfalls den Aufstieg in die oberste heimische Liga hat Schicklgruber 2002 mit dem einstigen Dorfklub Pasching geschafft, mit den Oberösterreichern stieß er auch nach einem Erfolg über Werder Bremen bis ins Finale des UI-Cups vor. Nach seiner Rückkehr zu Sturm 2007 wollte Schicklgruber mit Saisonende zurücktreten, aufgrund von Verletzungen der Goalies Christian Gratzei und Martin Kobras wurde er jedoch noch einmal reaktiviert und gebraucht.

Auch der zweite Rücktrittsversuch im Winter 2008/09 "scheiterte", da Neo-Altach-Coach Georg Zellhofer anrief und Schicklgruber zu Altach lotste. "Ich hatte mit Zellhofer in Pasching eine super Zeit und wollte ihm durch meine Hilfe etwas zurückgeben", so Schicklgruber, dessen 15-jähriger Sohn Jürgen als Tormann in der Linzer Nachwuchsakademie trainiert. Am höchst wahrscheinlichen Abstieg der Altacher konnte auch Schicklgruber nichts ändern, die Vorarlberger weisen vor der letzten Runde drei Zähler Rückstand auf den Vorletzten Mattersburg auf.

Eventuell wird Schicklgruber seine Karriere noch in der Regionalliga bei Pasching fortsetzen, diese Entscheidung will er jedoch erst nach der Rückkehr zur Familie in seiner oberösterreichischen Heimat und einem ausgedehnten Urlaub treffen. In Zukunft wird Schicklgruber auf jeden Fall als Tormann-Trainer arbeiten, das Tormann-Trainer-Diplom ist eines der nächsten großen Ziele.

(APA/Red.)

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