Neuseelands Verbandspräsident tritt nach Heraf-Affäre zurück

Deryck Shaw, Chef des neuseeländischen Fußballverbands erklärte in Anbetracht der Untersuchung gegen Ex-Frauen-Teamchef Andreas Heraf seinen Rücktritt.

Andreas Heraf
Andreas Heraf
Andreas Heraf – GEPA pictures

Im Zuge der Affäre um Ex-Frauen-Teamchef Andreas Heraf ist am Freitag der Chef des neuseeländischen Fußballverbands zurückgetreten. "Ich denke, dass es angebracht ist, als Präsident zu gehen, um dem Fußball eine Weiterentwicklung zu ermöglichen", erklärte Deryck Shaw. Erst in der Vorwoche hatte er sich bei den Spielerinnen für "Schikanierungen" durch Heraf entschuldigt.

Am vergangenen Mittwoch hatte der Verband eine unabhängige Untersuchung der Angelegenheit durch Arbeitsrechtlerin Phillipa Muir präsentiert, an der auch Heraf mitwirkte. Die Aufarbeitung ergab, dass der Ex-Profi Spielerinnen und Mitglieder des Betreuerstabs "beleidigt, gedemütigt oder eingeschüchtert" habe. Verbands-Geschäftsführer Andy Martin, der Heraf ursprünglich verteidigt hatte, war bereits Ende Juni aus seinem Amt geschieden.

Heraf hatte im Juli seinen Rücktritt erklärt, nachdem sich 13 Akteurinnen der "Football Ferns" geweigert hatten, unter ihm zu spielen. Der 51-Jährige hatte die Vorwürfe, die seiner Meinung nach jeglicher Grundlage entbehren würden, gegenüber der APA mit "grundlegenden Auffassungsunterschieden in Bezug auf Professionalität und Leistung" erklärt.

(APA)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      Neuseelands Verbandspräsident tritt nach Heraf-Affäre zurück

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.