Rassismus? Sportministerin fordert Aufklärung von PSG

Sollte sich die Diskriminierung als zutreffend erweisen, könne das strafrechtliche Konsequenzen haben

Roxana Maracineanu Minister of Sports out of the Council of Ministers on 24 10 2018 at the Elysee P
Roxana Maracineanu Minister of Sports out of the Council of Ministers on 24 10 2018 at the Elysee P
imago/Le Pictorium

Nach dem Eingeständnis des Fußball-Meisters Paris Saint-Germain, diskriminierende Formulare bei der möglichen Verpflichtung neuer Spieler genutzt zu haben, hat die französische Sportministerin das Vorgehen scharf verurteilt. Sollte sich die Diskriminierung als zutreffend erweisen, könne das strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen, sagte Roxana Maracineanu in einer Mitteilung.

Es sei nicht tolerierbar, wenn Spieler aufgrund ihrer Hautfarbe oder ihrer Herkunft rekrutiert würden, teilte sie mit. Nach Recherchen der investigativen Internetzeitung "Mediapart" im Rahmen der "Football Leaks" hatte PSG am Donnerstag bestätigt, dass zwischen 2013 und 2018 Formulare mit illegalem Inhalt von der Rekrutierungsabteilung des Vereins verwendet wurden.

Auf den Formularen waren Optionen wie "Französisch", "Maghrebinisch", "Westindisch" oder "Schwarz-Afrikanisch" vorgegeben. Die Erhebung ethnischer Daten von Personen ist in Frankreich verboten. Der Club betonte, dass die Formulare allein auf die persönliche Initiative eines Abteilungsleiters erstellt und angewendet worden seien.

Maracineanu hat nach eigenen Angaben die Präsidenten des französischen Fußball-Verbands (FFF) und der französischen Fußball-Profiliga (LFP) aufgerufen, den Fall zu prüfen und Empfehlungen zu unterbreiten, wie solche Diskriminierungen zukünftig verhindert werden können. Die Gleichstellungs-Staatssekretärin Marlene Schiappa forderte ebenfalls Aufklärung.

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