Marko Arnautovic: Ein Derbysieg als Abschiedsvorstellung?

Nationalspieler Marko Arnautovic könnte bereits sein Abschiedsspiel gespielt haben. Für ihn liegt ein Topangebot aus China vor.

Premier League - West Ham United v Arsenal
Premier League - West Ham United v Arsenal
Arnautovic bei seiner Auswechselung. – REUTERS

West Ham United hat am Samstag das Derby gegen Arsenal in der englischen Fußball-Premier-League mit 1:0 gewonnen. Während der mit einem Wechsel nach China in Verbindung gebrachte ÖFB-Star Marko Arnautovic ohne Torerfolg blieb, sorgte sein irischer Teamkollege Declan Rice in der 48. Minute für die Entscheidung. Der 19-jährige Innenverteidiger schlenzte den Ball aus elf Metern ins rechte Eck.

Für die Vorarbeit sorgte Samir Nasri, der damit sein Debüt im Trikot der "Hammers" krönte. Für West Ham war es der erste Heimsieg gegen Arsenal seit 2006. Insgesamt war es der erste Sieg im direkten Duell nach sechs Partien mit vier Niederlagen und zwei Remis. Arnautovic und Co., die vier Punkte aus den jüngsten beiden Runden holten, stießen vorerst auf Rang acht vor. Arsenal verabsäumte es vorerst, nach Punkten mit dem Vierten Chelsea gleichzuziehen. Die "Gunners" boten eine schwache Vorstellung, für sie war es die zweite Niederlage in den jüngsten drei Ligaspielen.

Topangebot für Arnautovic aus China

Arnautovic könnte beim 1:0 seine Abschiedsvorstellung im Dress des englischen Fußball-Premier-League-Clubs West Ham United gegeben haben. "Man wird sehen, was in den nächsten Tagen mit Marko passiert", sagte Coach Manuel Pellegrini nach der Partie. Der 29-jährige ÖFB-Teamspieler hat ein Angebot des chinesischen Topclubs Shanghai vorliegen.

Laut Arnautovics' Bruder und Manager Danijel will der Stürmer das finanziell enorm lukrative Abenteuer wagen, auch um wieder um Titel spielen zu können. "Es ist ein Problem, dass der Club schauen muss, was das Beste für den Club, den Spieler und jeden ist. Ich hoffe, dass die beste Entscheidung für alle getroffen wird", verlautete Pellegrini.

Solche Situationen sind für den 65-Jährigen nichts Neues. "Ich bin seit 30 Jahren Trainer, habe solche Situationen schon oft erlebt. Wir werden ruhig bleiben, weil nichts zu 100 Prozent sicher ist. Wir werden sehen, wie es sich in den nächsten Tagen entwickelt", erläuterte der Chilene.

Für einen Abgang könnte sprechen, dass der ÖFB-Star am Samstag von seinen beiden Töchtern aufs Spielfeld begleitet wurde. Bei seinem Austausch in der 71. Minute verabschiedete er sich mit Klatschen und Winken von den Fans, seine Körpersprache deutete eher auf Abschied hin. Das nächste Heimspiel der "Hammers" findet erst am 4. Februar statt. Davor tritt West Ham am 19. Jänner gegen Bournemouth, am 26. Jänner gegen Wimbledon (FA-Cup) und am 29. Jänner gegen Wolverhampton jeweils auswärts an.

 

(APA)

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