Präsentation von Maradona: Jubel, Tränen und ein Rosenkranz

Argentinien im Ausnahmezustand: Mit der Verpflichtung von Diego Maradona als Trainer gelang dem Tabellenletzten Gimnasio y Esgrima ein echter Coup.

Diego Maradona, zu Tränen gerührt
Diego Maradona, zu Tränen gerührt
Diego Maradona, zu Tränen gerührt – APA/AFP/ALEJANDRO PAGNI

Mit Tränen in den Augen hat Argentiniens Fußballlegende Diego Maradona am Sonntag die Vorstellung bei seinem neuen Klub verfolgt. Was an eine Meisterfeier erinnerte, soll aber der Auftakt zu einer Rettungsaktion sein: Trainer Maradona hat die Aufgabe, den argentinischen Erstligisten Gimnasia y Esgrima, 60 Kilometer südlich von Buenos Aires, vor dem Abstieg zu retten.

Der Weltmeister von 1986 und ehemalige Nationaltrainer des Landes ist trotz Übergewicht und Eskapaden noch immer ein Nationalheld. 26.000 Menschen füllten die Tribünen des Stadions, vier Fans stürmten zu Beginn des Trainings aufs Spielfeld. Einer von ihnen schaffte es bis zu Maradona, küsste den 58-Jährigen und kniete sich ehrfürchtig vor ihm nieder, bevor er vom Sicherheitspersonal abgeführt wurde. Auch die Politik blieb dem Comeback des Idols nicht fern. Die Schwester der in La Plata geborenen Ex-Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner schenkte Maradona einen Rosenkranz ihrer im April gestorbenen Mutter, die als Gimnasia-Fan bekannt war. "Ich konnte es nicht glauben, als ich dies alles sah", sagte Maradona, sichtlich gerührt vom euphorischen Empfang.

Er war bis Juli Trainer des mexikanischen Zweitligisten Dorados de Sinaloa, musste dort den Posten wegen Gesundheitsproblemen aufgeben. Im Juli unterzog er sich in Buenos Aires einer Knie-Operation. In seiner kurzen Zeit in Mexiko gelang es Maradona, die Dorados vom Tabellenende an die Spitze und bis ins Finale im Aufstiegskampf zu bringen. Gimnasia braucht dringend Punkte, kämpft als Tabellenletzter gegen den Abstieg. Das erste Spiel unter der Führung Maradonas ist für den 15. September gegen den Meister Racing Club angesetzt.

(APA)

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