St. Pölten erwacht in Champions League zu spät

Österreichs Serienmeister traf bei 2:4-Niederlage im Sechzehntelfinalhinspiel gegen Twente Enschede erst im Finish.

Stefanie Enzinger gegen Twente
Stefanie Enzinger gegen Twente
Stefanie Enzinger gegen Twente – (c) SKN St. Pölten

St. Pölten. Groß waren die Erwartungen von Österreichs Serienmeister St. Pölten gewesen, doch auch im elften Champions-League-Spiel der Klubgeschichte wollte der erste Sieg nicht gelingen. Im Sechzehntelfinalhinspiel gegen den niederländischen Meister Twente Enschede setzte es in der NV-Arena eine 2:4-Niederlage. Dass das Team von Liese Brancao für das Rückspiel am 25. September überhaupt noch hoffen darf, ist späten Toren von Jana Scharnböck (82.) und Bernadett Zagor (85.) zu verdanken.

„Die bessere Mannschaft hat gewonnen, sie haben ihre Chancen eiskalt genutzt“, resümierte SKN-Trainerin Brancao. Für den Aufstieg brauche es nun ein Wunder. „Wir müssen drei Tore schießen und haben uns schon bei zwei schwer getan.“ Die Schwierigkeiten in der Defensive erklärte Offensivspielerin Stefanie Enzinger mit dem Niveauunterschied zur Meisterschaft: "In der Liga haben wir defensiv sehr wenig zu tun und viel mehr Offensivszenen. Der Konkurrenzkampf beschränkt sich auf drei, vier Mannschaften, international ist es schon noch mal eine andere Liga."

Eigenfehler und Pech vor der Pause

Bei St. Pölten hatte sich Julia Hickelsberger-Füller nach der im Nationalteam erlittenen Knöchelverletzung fit gemeldet und sogleich die erste Topchance vorgefunden (6.). Mit ihrem ersten Angriff gingen jedoch die Gäste in Führung. An einer Flanke segelte die erst 17-jährige Torfrau Kristin Krammer vorbei, Fenna Kalma drückte den Ball über die Linie (10.).

Der Gegentreffer, der erste in dieser Saison, hemmte den Spielfluss des heimischen Tabellenführers merklich, die Niederländerinnen zogen indes das Tempo an. Als Julia Tabotta auf der linken Seite nicht konsequent verteidigte, zog Ashleigh Weerden auf und davon und vollendete ins lange Eck – 2:0 (22.), die SKN-Verteidigerin schied nach dieser Aktion auch noch mit Verdacht auf Kreuzbandriss aus. Es sollte noch schlimmer kommen: Nach minimalem Kontakt im Strafraum gab es Elfmeter für Twente und Kalma verwandelte (29.).

Nach der Pause plätscherte die Partie dahin, ehe erneut Kalma nach einem Lattentreffer abstaubte (75.). Doch im Finish kam St. Pölten doch noch einmal auf: Erst traf Scharnböck mit ihrer ersten Ballberührung (82.), kurz darauf mit Zagor der zweite Joker zum 2:4-Endstand.

Last-Minute-Sieg für Bayern München

Carina Wenninger saß bei Bayern Münchens 2:1-Erfolg in letzter Minute bei Göteborg wie zuletzt auch in der Liga nur auf der Ersatzbank. Am Donnerstag treten Viktoria Schnaderbeck und Manuela Zinsberger mit Arsenal gegen Fiorentina an.

 

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