Zlatan Ibrahimovic darf bei Barcelonas erstem Saisonspiel nicht einmal auf der Tribüne sitzen

Barcelona. Der Wechsel von Zlatan Ibrahimovic zum AC Milan wird immer wahrscheinlicher. Neustes Indiz: Der schwedische Superstar darf beim spanischen Liga-Auftakt heute Abend (19 Uhr) gegen Racing Santander nicht einmal auf der Bank sitzen. Barça-Trainer Josep Guardiola ließ den Schweden lieber zu Hause.

Das Verhältnis zwischen Trainer und Spieler ist schon seit geraumer Zeit zerrüttet. Am Donnerstag beklagte Ibrahimovic, dass Guardiola ihn ignoriere. „Ich weiß nicht, was Guardiola will, denn er spricht nicht mit mir“, sagte der 28-Jährige. „In den vergangenen sechs Monaten hat der Trainer nur zweimal mit mir geredet.“ Guardiola meinte dazu nur: „Wenn ich nur zweimal mit ihm gesprochen habe, hatte das seine Gründe.“ Am Samstag war der Barcelona-Trainer etwas gesprächiger: „Ich habe in der Ibra-Causa sicher Fehler gemacht.“

Erst im Vorjahr ist Ibrahimovic von Inter Mailand im Tausch mit Eto'o nach Barcelona gewechselt. Der Transfer war insgesamt rund 75 Millionen Euro wert und somit der zweitteuerste Transfer der Fußballgeschichte. 2009/2010 erzielte er in 45 Pflichtspielen 21 Tore, gab 13 Assists.

Doch der Abschied naht. Laut seinem Manager steht dem Wechsel zu Milan nicht mehr viel im Weg. „Das Baby ist noch nicht auf der Welt, aber wir sind im achten Monat“, sagte Mino Raiola. Laut Milan-Boss Massimiliano Allegri ist „Ibra“ schon ganz auf Mailand eingestellt: „Er sagte mir, dass er glücklich wäre, wenn er zu uns kommen dürfe.“ Die Details müssen noch geklärt werden, laut spanischen Medien verlangt Barcelona 40 Millionen Euro Ablöse.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.08.2010)

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