„Königliche“ glänzen nur in der Königsliga

Champions League. Real Madrid gewann das Hinspiel zum Achtelfinal-Auftakt gegen Paris mit 3:1. Cristiano Ronaldo glänzte – und verblüffte mit einem Elfertrick.

Ronaldo und der springende Ball beim Elfmeterpunkt.
Schließen
Ronaldo und der springende Ball beim Elfmeterpunkt.
Ronaldo und der springende Ball beim Elfmeterpunkt. – (c) APA/AFP/CHRISTOPHE SIMON (CHRISTOPHE SIMON)

Madrid. Ronaldo – auf diesen Nenner lässt sich der erste Vergleich von Real Madrid mit Paris SG bringen. Denn das Duell der Superstars ist klar an den amtierenden Weltfußballer gegangen. Cristiano Ronaldo schoss Real im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League zum 3:1-Heimsieg über Paris und stellte seinen Rivalen Neymar klar in den Schatten. Der Brasilianer schaffte zwar einen Assist, im weiteren Verlauf der Partie aber konnte er keine wichtigen Akzente mehr setzen.

Der Portugiese erzielte per Elfmeter und Knie seine Champions-League-Treffer 100 und 101 für Real. „Wir sind sehr glücklich, dass wir gewonnen haben, denn wir wussten um die Stärke von PSG, vor allem im Angriff. Wir haben gut dagegengehalten, brauchen aber noch eine starke Leistung in Paris“, erklärte der 33-Jährige.

 

Der Volley vom Punkt

Vor allem der Elfmeter bewegte die Gemüter. Es war ein Kunststück, auf verblüffende Art und Weise verwandelt. Der Portugiese knallte den Ball vom Punkt volley zum zwischenzeitlichen 1:1 ins vom Schützen aus gesehene linke Eck. Wie TV-Bilder zeigten, sprang das Spielgerät kurz vor der Ausführung des Strafstoßes leicht auf, als Ronaldo mit dem linken Fuß neben dem Ball zu stehen kam. Laut Rio Ferdinand, ehemaliger Klubkollege bei Manchester United, handelte es sich dabei nicht um Zufall. „Er hat das schon früher im Training geübt. Es klingt verrückt, aber so ist es“, sagte der Ex-Innenverteidiger dem englischen TV-Sender BT Sport. Allerdings: Der Strafstoß hätte wiederholt werden müssen, weil die Regeln besagen, dass sich der Ball vor der Ausführung eines Penaltys nicht bewegen darf.

 

Paris: „Referee war schuld“

Bei Paris war Katzenjammer angesagt, trotz Kaderinvestitionen weit im dreistelligen Millionenbereich droht der Traum vom ersten Champions-League-Titel wieder vorzeitig zu platzen. Nach dem Vorjahresflop – trotz 4:0-Führung gegen Barcelona – steht Trainer Unai Emery nun vor dem Aus. Zur Niederlage trugen auch zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen bei. So sei der Elfmeter für Real zweifelhaft gewesen. Außerdem sah der Coach vor dem 2:1 für die Madrilenen ein Foul an Mbappé sowie ein Handspiel von Ramos im eigenen Strafraum. PSG-Klubchef Nasser al-Khelaifi war ähnlicher Ansicht. „Wir sollten über den Schiedsrichter reden. Er war zwar nicht der Grund der Niederlage, hat aber dazu beigetragen.“

Keine Diskussionen gab es im zweiten Achtelfinal-Hinspiel. Zu klar fiel Liverpools 5:0-Auswärtssieg gegen Porto aus. Es ist der höchste Auswärtssieg eines englischen Klubs in der K.-o.-Phase der Champions League.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 16.02.2018)

Die Presse - Testabo

Testen Sie jetzt „Die Presse“ und „Die Presse am Sonntag“ sowie das „Presse“-ePaper und sämtliche digitale premium‑Inhalte 3 Wochen kostenlos und unverbindlich.

Jetzt 3 Wochen testen
Meistgekauft
    Meistgelesen
      Kommentar zu Artikel:

      „Königliche“ glänzen nur in der Königsliga

      Schließen

      Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
      Um auf DiePresse.com kommentieren zu können, müssen Sie sich anmelden ›.